Börse lernen im Versuch: Handelsplätze, Indizes und Streuung nachgerechnet
Börse lernen heißt hier nachrechnen: elf Protokolle mit offenen Annahmen und synthetischen Zahlen, jeder Schritt mit Taschenrechner wiederholbar, jede Regel bis an ihre Grenze verfolgt.
Grundidee der Streuung nachlesen Rechenweg zur Korrelation nachvollziehen
Reihe A: Marktstruktur und Indizes
Sechs Versuche dazu, wo Aufträge zusammenkommen, nach welchen Regeln ein Preis entsteht oder der Handel kurz stockt, und wie stark ein Index an seinen größten Werten hängt.
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Wo eine Aktie gehandelt wird
Börse, multilaterales Handelssystem und systematischer Internalisierer: wer Gegenpartei ist und welche Regeln gelten.
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Eröffnungs- und Schlussauktion
Ein Orderbuch, sechs Preisstufen, ein Preis mit dem größten Umsatz.
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Volatilitätsunterbrechung
Warum ein Sprung im Preiskorridor den Handel kurz anhält, ohne ihn auszusetzen.
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Börsensegmente und ihre Pflichten
Zulassung, zusätzliche Teilbereiche und Freiverkehr: welche Informationspflichten an welchem Ort entstehen.
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Indexkonzentration messen
Top-Anteile, Herfindahl-Index und effektive Anzahl an einem Zehn-Werte-Index, vor und nach einer Obergrenze.
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Streubesitz im Index
Wie sich Gewichte verschieben, wenn nur frei handelbare Aktien zählen.
Reihe B: Risiko und Streuung
Fünf Versuche dazu, welcher Teil der Schwankung durch Streuung verschwindet, welche Rolle die Korrelation spielt und was gängige Risikomaße tatsächlich messen.
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Systematisches und unsystematisches Risiko
Wie die Schwankung mit jedem weiteren Titel sinkt und wo sie stehen bleibt.
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Korrelation im Versuch
Zwei Werte, fünf Korrelationsannahmen und eine Korrelation, die aus sechs synthetischen Renditen selbst berechnet wird.
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Wie viele Aktien streuen genug?
Drei Studien, drei Antworten: warum Messzeitraum, Markt und Kriterium das Ergebnis bestimmen.
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Klumpenrisiko
Verdeckte Schwerpunkte nach Branche, Land und Heimatmarkt sichtbar machen.
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Volatilität und maximaler Rückgang
Zwei Kursreihen aus denselben zwölf Monatsrenditen: gleiche Volatilität, aber ein Rückgang von 7,23 % gegenüber 18,51 %. Was das über die Aussagekraft einzelner Kennzahlen verrät.
Woher die Zahlen kommen
Die Rechnungen in den Protokollen beruhen auf synthetischen Versuchsdaten: Orderbücher, Kursreihen, Börsenwerte und Renditen sind erfunden und so gewählt, dass ein Mechanismus deutlich sichtbar wird. Sie bilden keinen echten Wert, keinen echten Index und keinen echten Handelstag ab.
Rechtsregeln und Forschungsergebnisse stammen dagegen aus Primärquellen, die am 06.10.2026 aufgerufen wurden: Börsengesetz und Wertpapierhandelsgesetz, die von der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA veröffentlichten Rechtstexte und begutachtete Fachaufsätze. Wo eine Quelle nicht geöffnet werden konnte, steht das im Protokoll.
Wie die Versuchsdaten gebaut und die Quellen ausgewählt werden, beschreiben die Laborregeln.
- Synthetische Versuchsdaten
- Zeigen einen Mechanismus, sind gekennzeichnet, keine echten Kurse.
- Rechtstexte und Studien
- Mit Fundstelle und Abrufdatum, ohne Gewähr für spätere Änderungen.
Warum nachrechnen statt auswendig lernen
Definitionen wie „multilaterales Handelssystem“ oder „unsystematisches Risiko“ bleiben abstrakt, solange man nicht sieht, was sie im Einzelfall bewirken. Deshalb beginnt hier jedes Thema mit einem kleinen Aufbau: einer Annahme, einer Tabelle, einem Rechenschritt. Danach folgt die Gegenprobe, in der dieselbe Regel unter veränderten Bedingungen versagt oder ein anderes Ergebnis liefert.
Abgedeckt sind die Struktur des Börsenhandels, die Konstruktion von Indexgewichten und die Statistik der Streuung. Nicht abgedeckt sind Aktionärsrechte, Dividenden und Steuern, die Auswahl einzelner Wertpapiere, Fonds, Banken oder Handelsplätze sowie jede Aussage darüber, wie ein persönliches Depot aussehen sollte.