Versuchsprotokolle: Marktstruktur und Streuung im Experiment
Elf Versuchsprotokolle Börse in zwei Reihen. Die Reihenfolge folgt dem Lernweg, nicht einem Datum: Reihe A baut vom Handelsplatz zur Indexgewichtung auf, Reihe B vom einzelnen Risiko zur Messung ganzer Kursverläufe.
Jedes Protokoll hat dieselben fünf Arbeitsschritte, aber nicht dieselbe Länge. Im Versuchsaufbau stehen Frage, Annahmen und Datenquelle. Der Ablauf zeigt die Rechnung oder den Regeltext Schritt für Schritt. Die Auswertung sagt, was das Ergebnis bedeutet. In der Gegenprobe wird eine Annahme verändert, bis die Aussage kippt. Unter Was sich übertragen lässt steht, was über den konstruierten Fall hinaus gilt.
Wer zum ersten Mal hier ist, kommt mit A1 und B1 am schnellsten in die beiden Reihen hinein. Die Protokolle verweisen aufeinander, wo ein Begriff bereits erklärt wurde, statt ihn zu wiederholen.
Reihe A: Marktstruktur und Indizes
Rechtsgrundlage dieser Reihe sind vor allem das Börsengesetz, das Wertpapierhandelsgesetz und die europäische Finanzmarktrichtlinie MiFID II. Die Zahlenbeispiele sind synthetisch.
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Wo eine Aktie gehandelt wird: geregelter Markt, MTF und systematischer Internalisierer
Dieselbe Kauforder in drei Umgebungen: multilateral nach festen Regeln oder bilateral gegen das Eigenkapital eines Instituts. Mit den Definitionen aus § 2 BörsG und § 2 WpHG.
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Eröffnungs- und Schlussauktion: wie aus vielen Aufträgen ein Preis wird
Kumulierte Kauf- und Verkaufsmengen auf sechs Preisstufen ergeben einen Preis, zu dem 1.000 Stück den Besitzer wechseln. Danach zeigt sich, was ein einziger großer Auftrag verschiebt.
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Volatilitätsunterbrechung: was bei einer kurzen Handelspause geschieht
Ein synthetischer Kurs springt aus dem dynamischen Korridor, obwohl er im statischen Korridor bleibt. Abgrenzung zur Aussetzung nach § 25 BörsG.
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Börsensegmente: welche Pflichten hinter regulierten Teilbereichen und dem Freiverkehr stehen
Zulassung im regulierten Markt, zusätzliche Unterrichtungspflichten nach § 42 BörsG und der Freiverkehr, der rechtlich als multilaterales Handelssystem gilt.
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Indexkonzentration messen: wie viel Gewicht die größten Werte tragen
Der größte Wert trägt 32,43 %, die effektive Anzahl liegt bei 5,63. Eine Obergrenze von 20 % muss zweimal angewendet werden, bevor sie hält.
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Streubesitz im Index: warum nicht der ganze Börsenwert zählt
Ein Unternehmen mit 40 % Anteil am Gesamtwert, aber nur 25 % Streubesitz, fällt auf 17,09 % Indexgewicht. Ein anderes steigt von 25 % auf 38,46 %.
Reihe B: Risiko und Streuung
Diese Reihe arbeitet mit der Varianzrechnung für Portfolios und mit begutachteter Forschung. Alle Kursreihen und Renditen sind synthetisch, Studienergebnisse beziehen sich auf vergangene Zeiträume.
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Systematisches und unsystematisches Risiko: was Streuung entfernen kann und was nicht
Bei 30 % Einzelschwankung und einer Korrelation von 0,3 sinkt die Depotschwankung von 30,00 % auf 18,25 % bei zehn Titeln, unter 16,43 % kommt sie nie.
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Korrelation im Versuch: warum zwei schwankende Werte gemeinsam ruhiger sein können
Dieselben zwei Werte ergeben je nach Korrelation zwischen 25,00 % und 5,00 % Depotschwankung. Dazu eine Korrelation, die aus sechs Renditepaaren von Hand berechnet wird.
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Wie viele Aktien streuen genug? Was Studien zur Titelzahl messen
Evans und Archer 1968, Statman 1987, Campbell und andere 2001: was gemessen wurde, in welchem Zeitraum, und warum die Antworten nicht zusammenpassen.
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Klumpenrisiko: Branche, Land und Heimatmarkt als verdeckte Schwerpunkte
Acht gleich gewichtete Positionen, die nach Branchen gezählt plötzlich zu 62,5 % aus einem Bereich bestehen. Mit der Studie von French und Poterba zur Heimatmarktneigung.
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Volatilität und maximaler Rückgang: zwei Risikomaße und ihre blinden Flecken
Zwei Reihen, identische Monatsrenditen in anderer Reihenfolge: dieselbe Volatilität von 14,88 % pro Jahr, aber völlig verschiedene Verlustphasen.